Allergien

   

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Allergien auf dem Vormarsch
Bereits jeder 5. Mitteleuropäer davon betroffen

In ganz Europa werden lt. Studien etwa 80 Millionen Menschen von verschiedensten Allergien geplagt. Die meisten Überempfindlichkeiten bestehen gegen Pollen, gefolgt von Hausstaub, Pilzen und Tierhaaren. Allergien nehmen oft schon im frühesten Lebensabschnitt ihren Lauf. Fünf Prozent der Kleinkinder sind betroffen, unter den Schülern ist die Quote bereits auf 20% hochgeschnellt.

Ursachen von Allergien
Eine allergische Reaktion entsteht durch eine Überreaktion des Immunsystems. Neben einer ererbten Allergiebereitschaft sind heute vor allem Umwelteinflüsse der Grund für Allergien.
Oft sind wir mit Allergenen belastet, ohne es zu merken. Vor allem Möbel - durch die Inhaltsstoffe der verwendeten Spanplatten und Kunststoffbeschichtungen - lösen immer wieder Allergien aus. Hier kann jedem nur geraten werden, die Hände von Billigmöbeln zu lassen. Diese werden meist in Ländern ohne bindenden Vorschriften für die verwendeten Materialien produziert. Eine ungesunde Ernährung (Fertiggerichte, zu viel tierische Fette...) schwächt das Immunsystem und trägt so ganz entscheidend zur Allergieanfälligkeit bei. Honiggenießer sollten beachten: Honig kann Verunreinigungen durch Pollen enthalten und dadurch eine allergische Reaktion auslösen, die nichts mit dem Lebensmittel an sich zu tun hat. Eine anhaltende psychische Belastung kann unser Immunsystem ebenfalls schwächeln lassen und die Allergieanfälligkeit erhöhen.
Ein Großteil der Beschwerden nimmt bei Nichtbehandlung zu, aus einem einfachen Heuschnupfen wird in rund einem Drittel der Fälle ein bronchiales Asthma.

Typische Allergien
Heuschnupfen
Hausstauballergie
Schimmelpilzallergie
Tierallergie
Sonnenallergie
Insektenstichallergie
Nahrungsmittelallergie
Allergische Hauterkrankungen
Allergisches Asthma


Wie sich Allergien bemerkbar machen:

Augen:

Bindehautentzündung

Haut:
Juckreiz, Rötung, Schwellungen, Entzündungen

Nase / Atmung:
Schnupfen, Bronchitis, Asthma

Verdauungstrakt:

Schwellungen im Kehlkopfbereich, Entzündungen und Unverträglichkeitsreaktionen im Magen – Darm - Bereich

Heuschnupfen
So sehr wir uns alle auf die ersten Anzeichen des Frühlings freuen, für Allergiker beginnt damit wieder die Zeit der laufenden Nasen und geschwollenen Augen. Die meisten allergieauslösenden Pollen stammen von Birke, Erle, Hasel, von verschiedenen Gräsern, vom Roggen, Beifuß und Wegerich. Die Haselnuss eröffnet die Polensaison, Erle und Weide sind dann die nächsten, die unsere Nasen mit ihrem Blütenstaub reizen.
Unbehandelter Heuschnupfen kann sich im Laufe der Jahre immer aggressiver bemerkbar machen. Die Zahl der auslösenden Stoffe nimmt durch die ständige Reizung laufend zu und aus einem Schnupfen von ein paar Wochen wird ein ganzjähriger unangenehmer Begleiter. Die Entzündungen greifen dann oft auf die Nasennebenhöhlen und das Mittelohr über, es folgen chronische Kopfschmerzen, Hörschäden und eine allgemeine Schwächung der Immunabwehr. 30% der Atemwegsallergiker, die nicht behandelt werden, entwickelnden nach einigen
Jahren ein Asthma.


Vorbeugung ist das wirksamste Mittel gegen Heuschnupfen
Den Kontakt mit Allergene zu vermeiden ist die beste Methode gegen die Heuschnupfensymptome. Die größte Pollenbelastung tritt zwischen 4.00 und 6.00 Uhr auf. Wer im Grünen wohnt, soll in dieser Zeit die Fenster geschlossen halten. Ein Lüftungsgeräte mit Pollenfilter ist eine sinnvolle Anschaffung, so brauchen sie zu keiner Zeit auf frische Luft verzichten.


Allergiengefahr in Haus und Wohnung

Hausstaubmilben
Die Allergene der Hausstaubmilbe lösen Schnupfen, entzündete Augen und Atembeschwerden aus.
Hausstaubmilben, sie gehören zu den Spinnentieren und haben eine Größe von 0,1 – 0,4mm, ernähren sich vorwiegend von menschlichen Hautschuppen. Wir verlieren davon täglich 1-1,5 Gramm. Diese Menge reicht einer Million Milben um satt zu werden. Die Allergien selbst werden vom Kot der Milben ausgelöst. In ihren drei Monaten Lebenszeit scheiden sie davon das 200fache ihres Körpergewichts aus. Die idealen Lebensbedingungen finden sie im Bett und dessen Umgebung, so können in einem Gramm Matratzenstaub bis zu 1.000 Milben leben. Die Hausstaubmilbe lebt in jedem Haushalt, auch bei größter Hygiene und Sauberkeit.

Maßnahmen zur Minderung der Belastung durch Hausstaubmilben
Hausstaubmilben lassen sich nicht vollständig ausrotten, jedoch kann die Zahl der Milben und damit auch die Symptome reduziert werden. Wärme und Feuchtigkeit lassen Milben gedeihen. Die relative Luftfeuchtigkeit soll daher konstant bei 40 - 50% gehalten werden und die Zimmertemperatur 20 Grad Celsius nicht überschreiten.

Allergiegefahren durch Schimmelpilze
Die Zahl der vorkommenden Pilzarten wird auf über 250.000 geschätzt, davon sind ca. 100.000 bisher erfaßt. Einen Nährboden finden Schimmelpilzkulturen überall dort, wo es organische Stoffe gibt. Die meisten Schimmelpilzarten gedeihen am besten bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 80% und einer Temperatur von über 20C. In dauerfeuchten Ecken im Bad, auf Duschvorhängen und in schimmeliger Blumenerde finden sie ideale Lebensbedingungen. In modernen Wohnbauten kommt es, öfter als man glaubt, zu Schimmelpilzbefall. Experten führen es auf die immer besser werdenden Isolierungen von Fenstern zurück. Sind sie geschlossen, findet kaum ein Luftaustausch statt, nur regelmäßiges lüften kann Abhilfe schaffen.

Gesundheitsrisiken durch Schimmelpilze
Die Sporen der Schimmelpilze rufen eine große Palette an Beschwerden hervor. Von Hautreizungen über grippeähnlichen Beschwerden, Erschöpfungszustände, Schwindel, Gedächtnis- und Sprachstörungen, Atemwegserkrankungen bis hin zum allergischen Asthma, reicht das Spektrum. Häufig leiden als Hausstaubmilbenallergiker diagnostizierte Personen auch unter einer Schimmelpilzallergie, der allerdings gemeinhin zu wenig Beachtung geschenkt wird.

Allergiebehandlung
Unterschieden wird zwischen der kurzfristigen symptomatischen Allergie und der langfristigen kausalen Therapie. Für eine persönliche und ausführliche Beratung nehmen wir uns gerne in unserer Apotheke für Sie Zeit.

Auf die Ernährung achten
Allergische Erkrankungen stellen unser Immunsystem auf eine harte Probe. Deshalb ist es für Allergiepatienten besonders wichtig, sich von vollwertigen und möglichst naturbelassenen Lebensmitteln zu ernähren. Auf tierische Fette, weißer Zucker sowie Alkohol und Nikotin sollte verzichtet werden.
 

Für unser Auge eine Freude, für Allergiker brechen aber mit schwere Zeiten an.